Ulrike Frank: Ein Dom, eine Straße und der Pulitzer-Preis - Dailywall
Los, lesen! Sommerfrische Teil 3

Ulrike Frank: Ein Dom, eine Straße und der Pulitzer-Preis

„Dieses Buch habe ich verschlungen“

Jetzt haben auch wir es begriffen. Der Sommer ist vorbei. Endgültig. Es sind die letzten Atemzüge einer dahinsiechenden Jahreszeit, wie sie dieses Jahr nicht bemitleidenswerter hätte sein können. Zum Glück bleibt uns die Welt der Bücher, denn wen kümmern nasskalte 15 Grad, wenn wir zwischen zwei Buchdeckeln das sonnige Florenz finden können? Genau dahin bringt uns „Das Wunder von Florenz“ von Ross King. Diese Mischung aus Roman und Sachbuch erzählt vom Dombau der toskanischen Hauptstadt.

Wer mit Temperaturen jenseits der 25 Grad jedoch nicht so viel anfangen kann, für den hat Ulrike Frank eine Alternative: „Eine Straße in Schottland“ von Roger Hutchinson. Eine berührende Geschichte über einen einsamen Straßenbauer und die Liebe zu seiner Heimat.

Ulrike Frank mit dem Buch "Freiheit" von Jonathan Franzen
Ulrike Frank mit dem Buch „Freiheit“ von Jonathan Franzen

Ulrike Frank hat ihren Bücherschrank durchforstet

Als letztes Buch für den Sommer hat sich Ulrike Frank ein ziemliches Schwergewicht ausgesucht: „Freiheit“ von Jonathan Franzen. Eine fast 40 Jahre umspannende Familiengeschichte, die mit viel Witz und Spannung ein messerscharfes Bild der amerikanischen Gesellschaft von den 70ern bis in die frühen 2000er Jahre zeichnet.

Roger Hutchinson: Eine Straße in Schottland
„Fast sein gesamtes Leben hat Calum McLeod im Norden der zwölf Meilen langen und zwei Meilen breiten Insel Raasay westlich von Schottland verbracht, wo er als Kleinbauer, Postbote und Leuchtturmwärter gearbeitet hat. Aufgrund des wirtschaftlichen Niedergangs schrumpfte die Bevölkerung schließlich auf zwei Menschen: Calum und seine Frau. Eines schönen Tages lädt Calum Spitzhacke, Axt und Schaufel auf seine Schubkarre und macht sich auf den Weg nach Süden, um eine Straße zu bauen. 20 Jahre investiert Calum McLeod in sein Ein-Mann-Projekt…Die heroische (und wahre) Geschichte von ‚Calum’s Road‘ ist in ganz Schottland und Großbritannien bekannt. Sie ist ein Musterbeispiel für Eigensinn und Beharrlichkeit, aber auch für privates Engagement.“ (Deutscher Taschenbuch Verlag, München)

Ross King: Das Wunder von Florenz
„Mit der Kathedrale von Florenz wollten die Medici den Reichtum und die Pracht ihrer Stadt verewigen. Aber ein Jahrhundert nach der Grundsteinlegung wusste noch niemand, wie man die riesige Kuppel mit einem Durchmesser von über 40 Metern bauen könnte. Ross King erzählt die wahre Geschichte von Filippo Brunelleschi, der sich gegen Spötter und Neider durchsetzte, neue Kräne und Bautechniken erfand und riesige Marmorblöcke auf dem Arno transportieren ließ. Dies alles zu bewerkstelligen im Florenz der Pestepidemien und Belagerungen, das kommt in der Tat einem Wunder gleich.“ (Random House, München)

Jonathan Franzen: Freiheit
„Patty und Walter Berglund – Vorzeigeeltern und Umweltpioniere, fast schon ideale Nachbarn in ihrer selbst renovierten viktorianischen Villa in St. Paul – geben plötzlich Rätsel auf: Ihr halbwüchsiger Sohn zieht zur proletenhaften republikanischen Familie nebenan, Walter lässt sich zum Schutz einer einzigen Vogelart auf einen zwielichtigen Pakt mit der Kohleindustrie ein, und Patty, Exsportlerin und Eins-a-Hausfrau, entpuppt sich als wahrlich sonderbar. Hat Walters bester Freund, ein Rockmusiker, damit zu tun? Auf einmal lebt Patty ihre kühnsten Träume, führt sie ein Leben ohne Selbstbetrug.“ (Rowohlt, Reinbek)

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